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16.07.2017

Was gegen Zahnarztangst hilft

Zahnarztangst ist hierzulande weit verbreitet. So ergeben Statistiken, dass ca. 70 Prozent der Menschen sich unwohl oder mulmig fühlen. Dabei ist es ratsam, den Zahnarzt auf die vorherrschende Angst einfach anzusprechen. Dies hilft auch dem Zahnarzt die entsprechenden Behandlungsschritte gegebenenfalls erklärender auszuführen. Gleiches gilt für den Wunsch nach Betäubung. Wer unter Zahnarztangst leidet und sich mit Betäubung besser fühlt, auch wenn es sich um ein vermeintlich kleines Loch im Zahn handelt, sollte dies auch kommunizieren.

Kindheitserfahrungen oftmals aus Auslöser

Doch woher kommt die weit verbreitete Angst vor dem Zahnarztbesuch? Bis Ende der 80er Jahre war es nicht unüblich, Kinder bei einer Zahnbehandlung nicht zu betäuben. Viele Menschen haben daher die Zahnbehandlung auch noch im Erwachsenenalter als schmerzvoll abgespeichert. Aber auch manche Eltern oder Verwandte, die möglicherweise selbst ungern zum Zahnarzt gehen, haben manchmal ihre Angst beispielsweise durch das Erzählen schlechter Erfahrungen auf Kinder übertragen. Dabei ist die Furcht vorm Zahnarzt teilweise auch gut nachvollziehbar, denn der Mund ist schließlich ein Intimbereich und viele Patienten fühlen auf dem Zahnarztstuhl einen Kontrollverlust. Wird die Furcht jedoch vorm Zahnarztbesuch so groß, dass überhaupt kein Zahnarzt mehr aufgesucht wird, hat dies fatale Folgen. Denn der Zustand der Zähne verschlechtert sich immer weiter. In der Folge können heftige Zahnschmerzen auftreten, so dass ein Zahnarztbesuch unausweichlich wird. Ist die Zahngesundheit aber bereits stark geschädigt, sind logischerweise die Maßnahmen zur Wiederherstellung jener Zahngesundheit entsprechend aufwändig. Aufwändige Methoden gehen aber auch oft mit unangenehmen Folgen für Patienten einher. Patienten begeben sich also fast in einen Teufelskreis.

Besser ist es diesen Teufelskreis gar nicht erst entstehen zu lassen

"Neben der aktiven Kommunikation ist die Sedierung eine gute Behandlungsoption gerade für ängstliche Patienten, aber nicht nur für diese Gruppe", erklärt Dr. Martin Kaminsky, Zahnarzt in Berlin-Waidmannslust. Bei der Sedierung, auch Teilnarkose genannt, wird der Patient durch ein Schlafmittel in einen Dämmerschlaf versetzt. Somit werden seine Wahrnehmung und die Erinnerung an den Eingriff verhindert (Amnesie). Im Gegensatz zur Vollnarkose wird der Patient jedoch nicht künstlich beatmet und kann nach einer Stunde Aufwachzeit die Praxis in Begleitung bereits wieder verlassen. Die Sedierung ist für den Körper schonender und weniger riskant als eine Vollnarkose.


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