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11.04.2017

Aus ABRECHNUNG ZAHNARZTPRAXIS: Vermeiden Sie, dass Erstattungsprobleme zu Patientenschwund führen

Viele Patienten geben nach endlosen Telefonaten und ermüdendem Briefwechsel mit ihrer Versicherung zerknirscht auf und verzichten auf Teile der Erstattung. Einem Laien gehen im Streit um Sinn oder Unsinn bestimmter zahnärztlicher Leistungen schnell die Argumente aus. Nur wenige Patienten wenden sich an die Praxis, der Großteil zahlt aus eigener Tasche und ärgert sich, einige wechseln daraufhin den Zahnarzt. So weit sollten Sie es nicht kommen lassen.

Privat versicherte Patienten haben einen Vertrag mit Ihnen und einen Vertrag mit der Versicherung. Beide Verträge haben nichts miteinander zu tun. Für die Erstattung reicht der Patient die Liquidation bei seiner Versicherung ein. Die Versicherung prüft die Rechnung und oftmals fällt die Erstattung geringer aus als in der Liquidation ausgewiesen. Als Grund für die Kürzungen werden häufig sehr eigenwillige, versicherungsinterne Interpretationen der GOZ herangezogen.

Signalisieren Sie frühzeitig Ihre Unterstützung

Häufigster Streitpunkt sind nach wie vor die analogen Leistungen. Die Versicherer erläutern ihre Kürzungen damit, dass es sich bei den analogen Leistungen um unnötige Leistungen oder Zusatzleistungen handelte, die vom Zahnarzt viel zu hoch angesetzt würden. Noch bedenklicher: Auch bei ganz normalen Leistungen nehmen die Kürzungen zu.

Tipp: Gehen Sie offensiv vor. Signalisieren Sie Ihren Patienten schon bei Rechnungsstellung, dass Sie sie bei Problemen mit der Erstattung unterstützen werden.

So unterstützen Sie Ihre Patienten in 4 Schritten

Gehen Sie offen mit Erstattungsproblemen um und bereiten Sie Ihre Patienten darauf vor, dass die Probleme stetig zunehmen. Ganz wichtig: Fragen Sie nach der Reaktion der Versicherung und bieten Sie Ihre Hilfe an. Ihr Patient muss Ihr Interesse spüren. Das stärkt die Vertrauensbasis. Fragen Sie nicht nach, verstärken Sie die Auffassung der Versicherung und geben dem Patienten das Gefühl, allein zu sein.

Mit den folgenden vier Schritten signalisieren Sie Ihrem Patienten, dass Sie auf seiner Seite stehen:

Schritt 1: Prüfen Sie schon bei Rechnungsstellung, ob es Positionen gibt, die Probleme bei der Erstattung bereiten könnten.

Schritt 2: Bereiten Sie Ihren Patienten auf mögliche Kürzungen durch den Versicherer vor und signalisieren Sie Ihre Unterstützung für den Ernstfall.

Schritt 3: Fragen Sie nach, wie es mit der Erstattung steht, und lassen Sie sich das Schreiben der Versicherung zeigen.

Schritt 4: Geben Sie Ihrem Patienten fachliche Argumente an die Hand, die er in seinen Widerspruch übernehmen kann.

Tipp: Legen Sie eine Datei mit den häufigsten Ablehnungsgründen von Versicherern an und formulieren Sie die fachlichen Gegenargumente. Im Laufe der Zeit legen Sie so eine Datenbank an, auf die Sie immer wieder zurückgreifen können.

Möchten Sie mehr hilfreiche Tipps zum Thema Abrechnung? Mehr Infos zu ABRECHNUNG ZAHNARZTPRAXIS - Sichere und vollständige Abrechnung in der Zahnarztpraxis finden Sie hier.


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